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‘audioreader’.

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Ausgewählte Quellentexte die sie üblicherweise in einem sog. ‘Reader’ finden, sind als geschriebene Texte überliefert. Sie müssen gelesen werden.

Wir stellen Ihnen diese Texte nicht nur als Textdateien, sondern zusätzlich als audioreader® zur Verfügung. Das soll heißen: Sie können bei der Lektüre auch mit Texten arbeiten, von denen wir eigens Text/Ton-Versionen erstellt haben. Der klassische „nackte“ Text wird akustisch unterlegt und mit bestimmten zusätzlichen akustischen Elementen durchsetzt – Tönen, Geräuschen, Stimme etc. Teils können Sie solche Elemente selbst aktivieren, teils melden sich diese sozusagen von allein. Der Sinn der Sache ist es, den Leseprozeß zu verlangsamen und durch kleine akustische Zusatzideen zu intensivieren. Die akustischen Einsprengsel erläutern teils den Text-Sinn (und also das Leseverstehen), teils irritieren und „stören“ sie auch die Lektüre – nicht um der Störung willen, sondern um Sie aufmerken zu lassen und einzuladen hinzusehen.

Diese neue Form der Textdarstellung (und Lektüre) ist ein Experiment mit der alten, für das Studium einer Textwissenschaft entscheidenden Kompetenz (und Kunst) des Lesens . Der audioreader® lädt Sie ein, mit Texten Zeit zu verbringen und sich auf die unberechenbare, die denkende Seite von Lektüre einzulassen. Lesen ist weit mehr als Informationsaufnahme – jedenfalls wenn Texte schwierig sind, einen „Eigenwiderstand“ haben und es sich bei dem, was wir im Text finden, um komplexe Gedankengänge handelt. Lesen kann schnell, langsam, unterbrochen und wiederholend geschehen, und gerade im verweilenden, im mehrfachen Lesen können Gedanken – auch seitliche Gedanken – entstehen. Mit den audioreader® -Dateien können Sie das ausprobieren und sich von den unausdrücklichen Hinweisen der akustischen Elemente lenken lassen.

Wenn Sie so wollen, „spielt“ der audioreader® mit den Textinhalten und mit Ihren Gedanken. Aber er spielt nicht beliebig. Er spielt – so hoffen wir – präzise. Das Experiment, Töne und Geräusche in den Text zu mischen, zielt darauf, die rationalen Aussagen in ihm schärfer und deutlicher zu machen. Man denkt auch mit dem Ohr.
Wir wünschen Ihnen Spaß und zusätzliche Aha-Effekte beim Lesen!

Plakat.

[ weitere audioreader-infos / beispiele / filmpräsentation ]

kontakt:
Prof. Dr. Petra Gehring
TU Darmstadt
64283 Darmstadt