Ambivalente Autonomie.
[Klassik Stiftung Weimar] Tagungsankündigung: Ambivalente Autonomie.
Transformationen eines Zentralbegri!s der Aufklärung. 13. bis 16. November 2008.
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Die Tragödie der Moderne.
[Klassik Stiftung Weimar] Tagungsankündigung: Die Tragödie der Moderne.
Gattungsgeschichte – Kulturtheorie – Epochendiagnose. 24. bis 27. September 2008.
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Larissa S. Schieweg, Die Bürde der Geschichte. Der Untergang des Baedekerlandes im Werk von Thomas Pynchon (Rezension)
[Bruno Arich-Gerz] In der Pynchonkritik tummeln sich aufmerksame Leute, die seit je her beflissentlich versuchen, dem notorisch deutungsoffenen Erzählwerk des ewigen Nobelpreisaspiranten aus den USA neue Facetten abzugewinnen. Eine Zeitlang besonders beliebt war der Abgleich der Romane V. (1963), The Crying of Lot 49 (1966), Gravity’s Rainbow (1973), Vineland (1990) und Mason & Dixon (1997) sowie einiger Kurzgeschichten mit literaturtheoretischen Vorgaben poststrukturalistischen Einschlags (Dekonstruktion, Lacansche Psychoanalyse, ein wenig postcolonial theory).
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Lyrik von Renate Kindel, Dittmar Werner und Barbara Zeizinger
[Renate Kindel, Dittmar Werner und Barbara Zeizinger]
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Thomas Bernhards 'Holzfällen. Eine Erregung.' als Monolog auf dem Theater (Abschlußarbeit)
 [Armin Breidenbach] Im Mittelpunkt steht die theatrale Situation, in der sich das „künstlerische Abendessen“ abspielt. Die hauptsächlich werkkontextuell vorgehende Lektüre hat die Lesethese, dass der Erzähler nicht nur von einem Abend berichtet, an dem er teilgenommen hat. Seine Erzählung ist ein Bericht eines Theaterabends, der vom Ohrensessel wie von einem Logenplatz belauscht und beobachtet wird. Es kann von „dramatischer Prosa“ gesprochen werden - sowie der Erinnerung Theatralität unterstellt werden.
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Mythos Babylon - Das Konzept von Sprache und Religion in Paul Austers ‚City of Glass’
[Florian Hoffarth] Mit dem (anfänglich unter großen Schwierigkeiten) im Jahre 1985 veröffentlichten ersten Roman ‚City of Glass’ und den sich anschließenden beiden Teilen der später als ‚New York Trilogy’ zusammengefassten Reihe schaffte Paul Auster den großen literarischen Durchbruch und avancierte seit wenigen Jahren auch in Europa zum Kultautor. Alle drei Bände der Trilogie sind, unter Verwendung des Genres eines Detektiv- und Großstadtromans, durch die Frage nach Identität, Sprache und Verlust des eigenen Selbst miteinander verknüpft.
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Schwerelos
[Brigitte Morgenroth] Weit draußen im Meer ist das Wasser blau wie die Blütenblätter der schönsten Kornblume, und so klar wie das reinste Glas. Aber dort ist es sehr tief, tiefer als irgendein Ankertau reicht, viele Kirchtürme müssten übereinandergestellt werden, um vom Grunde bis über das Wasser zu reichen. Dort unten wohnt das Meervolk. Jeden Abend will Serena die Geschichte von der kleinen Meerjungfrau hören. Aurelie streicht ihrer Tochter das feuchte Haar aus der Stirn. Blaues Aderngeflecht schimmert durch die Haut an der Schläfe des Kindes.
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My private holocaust – Der Fall Wilkomirski(s)
[Alexandra Bauer] Seit nunmehr einem Jahrzehnt hält das Buch Bruchstücke. Aus einer Kindheit nicht nur die literarische Welt in Atem und in Aufruhr; als plakatives Exempel fand es sogar Eingang in breit rezipierte populärpolitische und philosophische Publikationen, beispielsweise Norman G. Finkelsteins bewusst provozierende Darstellung der Holocaust-Industrie und Slavoj ´i¸eks luzide und zuweilen nicht weniger provokante Lynch-Lektüre The Ridiculous Sublime. Der Verfasser der Bruchstücke, Binjamin Wilkomirski alias Bruno Dössekker, ehemals Grosjean, hat sämtliche Höhen und Tiefen sowohl einer Schriftsteller- als auch einer als Hochstaplerei und „Travestie“ im wahrsten Sinne des Wortes ent-larvten Opferkarriere durchgemacht [...].
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E.H. Bottenberg, Tau-Verlust. Versuchsanordnungen: Naturlyrik (Rezension)
[Bruno Arich-Gerz] Tau-Verlust titelt das Werk, ein schmales Lyrikbändchen mit selbstverliebtem (so schien es mir auf den ersten Blick) Selbstauskunftstext: „Die Natur in der Hochleistung der ‚Zweiten Moderne’ – eingeschlossen in die zwingende Sprache der Definitionen und Systeme, radikal-szientifisch durchdrungen, unaufhaltsam erfasst und überwältigt von dem universalen technologischen Forschrittsprozeß.“
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Rezension: "Wiedersprüchliche Konturen"
[Alexander Diroll] „Keine Wurzeln schlagen, keiner Gemeinschaft angehören – das war und das ist meine Devise." E. M. Cioran
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Die Angst vor dem Dunkel des Brunnens : Grenzerfahrung, Sterben und Todesnähe in der deutschsprachigen Literatur
[Sabine Walther-Vuskans] Der Sterbliche verwandelte sich in einen Sterbenden nicht bevor der Tod konkret wurde; Sterben endete nicht mit dem Todes-Fall, sondern erst mit dem Eintritt des konkret wahrnehmbaren Todes, einige Stunden oder Tage danach.
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Der Fischer
[Arno Dahmer] Fischer erwacht und sieht einen jungen Mann: Sein Gesicht ist stark gerötet, große bläuliche Tränensäcke liegen unter den Augen und dort, wo die Nasenflügel ansetzen, winden sich violette Äderchen. [...].
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Ich hielt meinen Schatten für einen andern und grüßte. Eine Kaspar-Hauser-Legende
[Kurt Drawert] [Romanauszug] Der Gang, den Hausers geistige Entwicklung nahm, läßt sich sehr wohl an den schriftlichen Versuchen nachweisen, die ich von ihm in Händen habe. (G. F. Daumer)
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Kierkegaard, Don Juan und die Musik
[Konstantin Pollok] "Probater Rat für Schriftsteller: Man schreibt seine eigenen Betrachtungen nachlässig hin, man läßt sie drucken, bei den verschiedenen Korrekturen werden einem dann nach und nach eine Menge guter Einfälle kommen. Faßt darum Mut, ihr, die ihr euch noch nicht erkühnt habt, etwas drucken zu lassen, auch Druckfehler sind nicht zu verachten, und mit Hilfe von Druckfehlern witzig zu werden, darf als eine rechtschaffene Art gelten, wie man es wird."
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Das Gedicht als die Frage nach dem Ich - Die Krise der modernen Subjektivität im Werk Gottfried Benns
[Martin Götze] Wer der Philosophie Wissenschaftlichkeit im Sinne rationeller und argumentativ geschlossener Diskursivität abverlangt, wird die Frage, ob denn nun Dichter Philosophen seien, in letzter Instanz verneinen müssen. Unsinnig wäre es aber, angesichts der vielfachen geistesgeschichtlichen Verflechtungen jeden Zusammenhang zwischen Literatur - bzw. Kunst überhaupt - und Philosophie leugnen zu wollen.
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Fluchtpunkte der Literatur
[Goedart Palm] Bücherverbrennungen sind unseligerweise aus der Mode gekommen, seitdem unseren gleichermaßen schreib- wie leseschwachen Gesellschaften die Vorstellung irreal wurde, der Geist der Literatur könnte aufwiegeln, rebellisch machen, Staat und Gesellschaft zersetzen. Inzwischen funktioniert die innere Schere so gut, daß sich die Zensoren zur Ruhe gesetzt haben. Aber nicht nur Selbstzensur, sondern auch der allgegenwärtige Glaube, daß Papier geduldig ist, hat staatliche Gelüste, Literatur zu beschneiden, erledigt. Aufruhr und Agitation sind keine Angelegenheit der Literatur mehr.
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An der Endstation - Houellebecq und Balzac. Überlegungen zum Ende der Solidarität
[Georg Holzer] Alles fließt, und alles kehrt wieder. Eine der tröstlichsten und gleichzeitig eitelsten Aufgabe der Geschichtsschreibung ist es, uns daran zu gemahnen, dass nicht nur alles, was wir erleben, in einer ähnlichen Form schon einmal vorgekommen ist, sondern dass es oft schon viel schlimmer stand mit der Menschheit. Ein solcher aus der Rückschau geborener Optimismus soll den Betrachter von der Überzeugung befreien, seine Zeit trage tatsächlich alle Anzeichen einer Endzeit an sich, die Menschheit sei mit seiner Generation, wie es Woody Allen zu seinem Film "Celebrity" formulierte, an der Endstation angekommen.
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Aber-Witz - Aphorismen
[Alexander Eilers] Aphorismen, von denen bereits eine Auswahl in der Stuttgarter Philiosophiezeitschrift "Der Blaue Reiter" (Herbst 2002), dem "Marburger Forum" (Frühjahr 2005) und diversen online-Magazinen erschienen ist.
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Dichtung als Ortschaft des Seins - Bemerkungen zur Hölderlin-Rezeption Martin Heideggers
[Martin Götze] Der Geistesgeschichte sind Beziehungen zwischen Literatur und Philosophie durchaus bekannt, und dabei sind es in der Regel die Denker, die ihren Einfluß auf die Dichter geltend machen. Selten sind echte Wechselbeziehungen oder gar Fälle, da umgekehrt der Denker in den Bann des Dichters gerät. Das Verhältnis Martin Heideggers zu Friedrich Hölderlin ist ein solcher Fall. Außer Zweifel steht dabei, daß für Heideggers Hinwendung zum dichterischen Wort das Leitthema seiner gesamten philosophischen Bemühungen, die Frage nach dem 'Sinn von Sein', von elementarer Bedeutung ist: In Hölderlin sah er ein Sprechen am Werk, welches jenseits der überkommenen Metaphysik in den Bereich eines anfänglicheren Denkens' eingedrungen war - eine Sprache in der Nähe des Seins'.
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