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Visionen der Na...
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deleuze international.

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technik- und wissenschaftsphilosophie.




die sic et non wird seit kurzem von einem neuen herausgeber- und redaktionsstab betreut. die 'frische' rubrik für technik & wissenschaft sucht ihren schwerpunkt in der philosphischen diskussion um diesen stets wieder als 'konstitutiv' apostrophierten 'zug der moderne' - mit dessen behauptung die diskussion zumindest der technik jedoch häufig bereits beendet wird, weswegen emphase und sachliche annäherung zuweilen auseinanderklaffen.

diese lücke zu verringern, wünscht sich die rubrik technik- & wissenschaftsphilosophie, indem sie beiträge aus diesem enorm vielfältigen spektrum anbietet. von den neuen 'heißen' bindestrich-technologien (bio- & nanotechnik) über qualitätssprünge bei den bereits selbstverständlichen (IuK auf dem weg zum ubiquitous computing) bis zum technisierten alltag oder den sich abzeichnenden konvergenzen (technoscience) soll die thematik reichen. wodurch historische distanznahme zur präzisierung und grundelegendere fragen
nach dem verhältnis von wissenschaft, technik und gesellschaft zur perspektivierung gerade auch provoziert und klassische Fragen (kausalität, komplexität u.ä.) stimuliert werden sollen. dazu sind auch beiträge aus anderen disziplinen erwünscht, z.b. der technik- und wissenschaftsgeschichte oder -soziologie.
beiträge mailen sie bitte (den textrichtlinien entsprechend) an:


technik(at)sicetnon.org




    Ingeborg Reichle: Kunst aus dem Labor. Zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft im Zeitalter der Technoscience (Rezension)

    [Marc Ziegler] Mit Blick auf die Forschungspraktiken der Life-Science wird für Ingeborg Reichle die Wissenschaft zu einer Kunst des Möglichen, die nicht mehr danach fragt, wie die Welt beschaffen ist, sondern vielmehr, wie sie beschaffen sein könnte. - Und an diesem äußersten Punkt trifft die Wissenschaft mit der zeitgenössischen Kunst zusammen. Denn auch die von Reichle untersuchten Sparten der Kunst sind vor allem dies: Von einer jeglichen Referenz auf Wirkliches befreite Künste des (technisch) Möglichen.

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    7. Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik + Ästhetik, 20./21. Januar

    [Tagung] Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Erfindung des Transistors, der die Entwicklung der modernen Elektronik, die Computerisierung und Telekommunikation nachhaltig beeinflusst hat, steht die Forschung vor den theoretischen und technischen Herausforderungen des Quantum Computing.

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    Kognition künstlicher Systeme (Rezension)
    [Thiemo Breyer] Können Maschinen handeln? Gibt es Interaktionen zwischen Menschen und künstlichen Systemen, bei denen diese als gleichberechtigt, im gleichen Maße für ihre Aktionen verantwortliche Subjekte angesehen und gegebenenfalls zur Rechenschaft gezogen werden können? In welchem Verhältnis stehen Hardware und Software in solchen Szenarien und inwieweit rechtfertigt sich die Exklusivität der Zuschreibung von Handlungsfähigkeit an den Menschen?
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    „Melancholische Sinnsuche“ und „sozio-technologische Machbarkeitsphantasien“ bei Michel Houellebecq – Folie für die Bewertung aktueller Zukunftsperspektiven?
    [Andreas Woyke] Bestimmend sind insbesondere Modelle einer romantizistischen und einer instrumentell-technologischen Beseitigung widersprüchlicher Strukturen.
    Ausdruck einer romantizistisch-melancholischen Sinn- und Glückssuche sind die Flucht vor dem Neuen, vor einer kalten funktionalistischen Welt und der Versuch, eine realitätsferne und häufig emotional flache Harmonie zu stiften. Scheint ein solcher Romantizismus technologischen Machbarkeitsphantasien prima facie diametral entgegenzustehen, so tendieren beide gerade in modernen Zeiten dazu, sich gegenseitig miteinander zu verschränken.
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    Technik als Erwartung

    [Andreas Kaminski] Technik als Erwartung – dies ist die Suchformel, mittels derer Technik betrachtet wird. Neue Technologien erregen Potenzialerwartungen: Verheißungen oder Verwüstungsvisionen. Darauf kann mit Vertrauen als Erwartungsform, ungewisse und riskante Zukünfte inhibierend, reagiert werden. Das dadurch eröffnete Zusammenspiel von Individuen und Maschinen erfordert Handlungserwartungen – wechselseitige Antizipationen. Vorausgesetzt werden in all dem Funktionierbarkeitserwartungen: daß Technik überhaupt und ungeachtet (momentanen) Scheiterns zum Funktionieren gebracht werden kann.

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    Beweis als Experiment bei Ludwig Wittgenstein

    [Alfred Nordmann] Wittgenstein wird häufig vor dem Hintergrund des Logikbegriffs Freges und Russells verstanden. Demgegenüber führt der vorliegende Aufsatz vor, wie sich bei Wittgenstein der Gedanke entwickelt, dass der indirekte oder negative Beweis (im Sinne einer reductio ad absurdum) ein Experiment ist. Der negative Beweis ist eine Denkbewegung oder Handlung, die als solche eine Erfahrung ist, nicht ein tautologisches Deduzieren. In diesem Sinne ist der Widerspruch ein kreatives Moment, das Erfahrung strukturiert und keine logische Panne.

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    Transhumanismus

    [Reinhard Heil] Die Technisierung der menschlichen Gesellschaft schreitet voran, und dieser Prozess scheint sich Jahr für Jahr zu beschleunigen. Sind Gesellschaften zwar immer technisiert, da sie von Menschen gebildet werden und Mensch und Technik sich nicht sinnvoll voneinander unterscheiden lassen, so rückte doch in den letzten Jahren die Frage der Technisierung und vor allem die Fragen: »Wieviel Technisierung wollen wir?«, »Können wir die Technisierung überhaupt kontrollieren?« und ganz allgemein: »Gibt es überhaupt eine Grenze für diesen Prozess?« immer häufiger auf die akademische und politische Tagesordnung.

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