soziologie / raum: Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik. Über die Aporie der Mehrheitsgesellschaft. Eine Streitschrift.
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[Ahmet Terkivatan] Seit dem Beginn der arbeitsmarktpolitisch begründeten Migration in den 60er Jahren wurde und wird Politik und Integrationspolitik für Migrantinnen und Migranten gemacht, aber nicht mit ihnen. Offensichtlich ist bereits aus diesem Grund die Mehrheitsgesellschaft mit ihrer Politik für Migrantinnen und Migranten gescheitert. Von wem sind eigentlich die entscheidenden politischen Schlüsselpositionen auf Bundes- und Landesebene besetzt, und zwar quer durch alle Parteien? Im deutschen Bundestag (16. Legislaturperiode) gibt es bei 614 Abgeordneten gerade 8 mit Migrationshintergrund. Wieso sind Migranten nicht entsprechend ihres Bevölkerungsanteils und ihrer politischen Erfahrung und Qualifikation hinreichend im Parlament vertreten? Sollten tatsächlich hauptsächlich deutsche Abgeordnete die Interessen von Migrantinnen und Migranten vertreten?
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