[Thomas Riegler] Im Spätsommer 480 v. Chr. kam es bei den „heißen Quellen“ (Thermopylen) in Mittelgriechenland zu einer Schlacht zwischen dem Heer des persischen Königs Xerxes und einem deutlich kleineren griechischen Verband unter der Führung des spartanischen Königs Leonidas. Die Schlacht endete erst nachdem Leonidas und alle Spartaner den Tod gefunden hatten. Basierend auf der Erzählung des antiken Historikers Herodot, der darüber den ersten Bericht schrieb, bildete sich in der Folge ein wirkungsmächtiger Mythos heraus: Eng verwoben mit „spartanischen“ Tugenden kündeten die Thermopylen von einem moralischen „Sieg“, der die späteren kriegsentscheidenden Niederlagen der Perser bei Salamis und Plataia erst ermöglichte.
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