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Das Gedicht als die Frage nach dem Ich - Die Krise der modernen Subjektivität im Werk Gottfried Benns

Bullet12 

[Martin Götze] Wer der Philosophie Wissenschaftlichkeit im Sinne rationeller und argumentativ geschlossener Diskursivität abverlangt, wird die Frage, ob denn nun Dichter Philosophen seien, in letzter Instanz verneinen müssen. Unsinnig wäre es aber, angesichts der vielfachen geistesgeschichtlichen Verflechtungen jeden Zusammenhang zwischen Literatur - bzw. Kunst überhaupt - und Philosophie leugnen zu wollen.


Wer der Philosophie Wissenschaftlichkeit im Sinne rationeller und argumentativ geschlossener Diskursivität abverlangt, wird die Frage, ob denn nun Dichter Philosophen seien, in letzter Instanz verneinen müssen. Unsinnig wäre es aber, angesichts der vielfachen geistesgeschichtlichen Verflechtungen jeden Zusammenhang zwischen Literatur - bzw. Kunst überhaupt - und Philosophie leugnen zu wollen. Beide sind Formen entwickelter Reflexivität gegenüber einem Phänomen, das vom natürlichen Bewußtsein zunächst ganz unbestimmt "Wirklichkeit" genannt wird; und folgt man dem gerne zitierten Diktum Hegels, nach dem es Aufgabe der Philosophie sei, die Epoche, in der sie sich bewegt, auf den Begriff zu bringen, so gilt das in freilich anderer Form auch für die Künste.

Zu den Werken moderner Literatur, welchen es gelungen ist, das Bewußtsein der Zeit mit Prägnanz und über Modeströmungen hinaus zu artikulieren, gehört sicherlich dasjenige Gottfried Benns. Als junger Arzt und Intellektueller betrat Benn eine geistige Szenerie, die von dem Gefühl einer Erschütterung der autonomen, weisungskompetenten Position des Vernunftwesens Mensch, wie sie die Aufklärung propagiert hatte, beherrscht war. Man erklärte die idealistischen Systeme des nun zu Ende gegangenen 19. Jahrhunderts für endgültig zusammengebrochen, aber auch der transzendenzfeindliche und fortschrittsgläubige Positivismus, sowie der in der Praxis dominierende Vulgärmaterialismus wurden als ungenügend empfunden, und die Rede vom Verfall der Wertordnungen war seit Beginn der Nietzsche-Rezeption in aller Munde.

Die mit der Dekonstruktion metaphysischer oder quasi-metaphysischer, nach prinzipieller Einheit des Wissens und der Erfahrung strebender Weltbilder und dem Verlust transparenter Wirklichkeitsmodelle einsetzende Krise moderner Subjektivität ist Benns zentrale Problematik. Für ihn war das Gedicht immer die Frage nach dem Ich, und die unverwechselbare Radikalität des poetischen Ausdrucks, mit der er diese Frage vorbrachte, erhob gleich seine ersten Gedichtsammlungen in den Rang frühexpressionistischer Avantgarde. Schon Titel wie "Morgue" formulieren programmatisch den Abschied vom Sujet bürgerlicher Erbauungsliteratur. Schauplätze und Gegenstände lyrischer Betrachtungen sind Pathologie und Krematorium, die Spitäler und Leichenhallen der Großstadt. Fern von jedem Mitleidspathos registriert der Mediziner die Verwesung des zuletzt auf die bloße Fleischlichkeit reduzierten menschlichen Lebens, sowie die bestialisch-bizarre Vielfalt der Umstände, unter denen sich der Zerfallsprozeß vollzieht. Auf dem Seziertisch verblasst die Herrlichkeit des Homo Sapiens, und die Relativierung des Anthropozentrismus durch die in Blüte gekommenen Naturwissenschaften gerät zur schauerlichen Groteske. Zusammen mit dem physischen System endet auch das Wunder des Geistes, und der Dünkel der Erhabenheit, gleichsam die Lebenslüge der Gattung, verdeckt nur das Ausgeliefertsein an die eigenen Gebrechen:

Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch-:
geht doch mit anderen Tieren um! (...)
meint ihr, um solch Geknolle wuchs die Erde
von Sonne bis zum Mond-? Was kläfft ihr denn?
Ihr sprecht von Seele - was ist eure Seele?
Verkackt die Greisin Nacht für Nacht ihr Bett-
schmiert sich der Greis die mürben Schenkel zu,
und ihr reicht Fraß, es in den Darm zu lümmeln,
meint ihr, die Sterne samten ab vor Glück...? (...)

("Der Arzt II" Bullet12 1Bullet12 ) Bullet12 

Sarkasmus und zynisch-unterkühlte Verzweiflung angesichts der finalen Nichtigkeit des Daseins, die den Habitus objektivierter Distanz immer wieder unterlaufen, steigern sich vor allem in den frühen Dichtungen bis hin zum Wunsch der sich als zersetzend empfindenden Reflexion nach einem Regreß in vorbewußte Formen des Lebens, nach einer Rückkehr des Gehirns in das Rückenmark, dem erlösenden Ursprung. Die Entwicklung der menschlichen Rasse interpretiert Benn als einen Vorgang zunehmender, antinaturalistischer "Verhirnung". Der die Natur entsubjektivierende und in quasi-technische Abläufe übersetzende Evolutionsgedanke, oder die Vorstellung einer für den Verstand völlig durchsichtigen Welt, die lediglich aus der Verknüpfung von Kausalzusammenhängen hergestellt wird, sind Erscheinungsweisen dieses Abstraktionsvorganges, der sich schließlich als Nihilismus offenbart. Die Welt wird "zerdacht", der vormals heile Kosmos analytisch aufgelöst und durch die in kleinste Strukturen vordringende Reflexion in einen absurden Atomismus überführt, der letztendlich nichts zu erklären vermag. Der "zerebralen Mutation" korrespondiert somit eine Entzauberung der Natur. Die göttliche Schöpfung entpuppt sich als kontingenter Prozeß; sein höchstes ordnendes Prinzip ist blutige Ausmerze, sein größter Irrweg das Gehirn:

O daß wir unsere Ururahnen wären.
Ein Klümpchen Schleim in einem warmen Moor.
Leben und Tod, Befruchten und Gebären
glitte aus unseren stummen Säften vor.
Ein Algenblatt oder ein Dünenhügel,
vom Wind Geformtes und nach unten schwer.
Schon ein Libellenkopf, ein Möwenflügel
wäre zu weit und litte schon zu sehr.

("Gesänge I")

Aber die negative Utopie einer Zertrümmerung des kognitiven Vermögens ist freilich uneinlösbar, und der Kampf des Intellektuellen gegen den Intellekt führt in die Aporie. So verbleibt das Subjekt der Bennschen Verse in einem Hin und Her zwischen Indifferenz gegenüber dem sinnentleerten Einerlei des Lebens und Zuständen rauschhafter Exaltation, in denen die leise Trauer um den Verlust existentieller Bestimmtheit von magisch-trunkenen Beschwörungen eines mythischen Anfangs überlagert wird. Dem "Autor des metaphysischen Vakuums der Moderne"(Bullet12 2)Bullet12  ging es aber um mehr als nur darum, das poetische Sprachrohr der Krisenstimmungen seiner Zeit zu sein. Vor allem die lyrischen und essayistischen Arbeiten des mittleren und späten Benn zeigen ebensosehr das Bemühen, dem Ich, durch die nihilistische Austreibung seiner Geborgenheit beraubt, einen neuen, Identität stiftenden Ort zuzuweisen. Der Künstler Benn kann diesen Ort nur in der Kunst selbst finden; das Programm, dessen Konturen er unsystematisch zu entwickeln sucht, zielt daher auf eine sich ästhetisch vollziehende Neukonstruktion von Subjektivität.Bullet12 

Dem biologistischen "Vitalismus" der Frühzeit, der von unschuldigem Primatendasein träumt, folgt ein die künstlerische Tätigkeit absolut setzender "Abstraktionismus".(Bullet12 3)Bullet12  Die Leitbegriffe lauten nun "Geist", "Artistik" und besonders "Form". Die ein neues Ich hervorbringende Synthese ist jedoch nur im Kunstwerk möglich, die Antithetik von personaler Bewußtheit und o­ntologischer Leere bleibt am Ende unaufgelöst. So tritt die Grundsituation hervor, die Benn in seinem Denken fixiert und zum konstitutiven Element seiner Weltanschauung erhebt: das polarisierte Ich im Spannungsfeld zwischen sozial und historisch vorgeprägter Lebenswelt und der Sphäre schöpferischer Autonomie. Ist es in jener permanent von nihilistischer Auflösung und positivistischer Fremdbestimmung bedroht, so findet es in dieser den eigentlichen Wert seiner Existenz, die substantielle Freiheit, sich über Chaos und Determination zu erheben. Die Kunst avanciert zum universellen Telos, und Benn bezeichnet sie im Gefolge Nietzsches als die "eigentliche Aufgabe des Lebens" und als dessen "metaphysische Tätigkeit"Bullet12  (Bullet12 4).

Dieser höchsten Bejahung steht das Leugnen einer vernunftgesteuerten Geschichte gegenüber, sowie die rückwärtsgewandte Sehnsucht nach einem archaischen Urzustand, zu der sich, solche Regreßstimmungen ergänzend und durchkreuzend, eine Haltung des illusionslosen Aufsichnehmens gesellt. Oft sieht sich das Ich in einem Begriffsgewebe gefangen, das naturwissenschaftliches Vokabular mit religiösen und kulturhistorischen Motiven auf eigentümlich divergente, dabei doch poetisch verdichtete Weise verbindet:

Verlorenes Ich, zersprengt von Stratosphären,
Opfer des Ion-: Gamma-Strahlen-Lamm-
Teilchen und Feld-: Unendlichkeitschimären
auf deinem grauen Stein von Notre-Dame.

("Verlorenes Ich")

Angesichts solcher Zerrissenheit stellt sich die Frage nach dem eigenen Ort. Aber für das vollkommen säkularisierte Bewußtsein gibt es nur die Aussicht auf das Nichts. Alle Deutungsversuche von seiten der Religion, Philosophie oder Ideologie haben sich abgenützt, nirgends zeigt sich eine rettend eingreifende Erlöserfigur. Das Reich des Ewigen ist zur Mikrokosmologie herabgedrückt, ein endloses Verwandeln ohne Halt, ein Toben von Heerscharen flüchtiger Partikel im leeren Raum. Doch sentimentalisches Pathos und Abendmahlsymbolik bestimmen die letzten Verse des selben Gedichts:

Ach, als sich alle einer Mitte neigten
und auch die Denker nur den Gott gedacht,
sie sich den Hirten und dem Lamm verzweigten,
wenn aus dem Kelch das Blut sie rein gemacht,
und alle rannen aus der einen Wunde,
brachen das Brot, das jeglicher genoß-
o ferne zwingende erfüllte Stunde,
die einst auch das verlorene Ich umschloß.

Das Ich besinnt sich auf eine Epoche, die ein geschlossenes, auf eschatologische Zweckhaftigkeit gerichtetes Weltbild zum Garanten ihres Konsens hatte. Das Denken konzentrierte sich noch auf das Ganze, Absolute; es zersplitterte sich nicht in der Vielheit der Phänomene und deckte in der Ausgliederung des Sinnhaften jeden Lebensbereich ab. Diese Werteverbindlichkeit ermöglichte eine Form kommunikativer Gemeinschaft, die im Vollzug des Kultus ihre metaphysische Erhöhung fand und für den modernen, von Isolation geprägten Menschen nicht mehr erreichbar ist. Angesichts dieser Aushöhlung und Bezugslosigkeit des Subjekts radikalisiert sich die Kunst und wird "Artistik", reiner Ausdruck, substantielle Tätigkeit des sich in der Schöpfung verwirklichenden Ich: "Artistik ist der Versuch der Kunst, innerhalb des allgemeinen Verfalls der Inhalte sich selber als Inhalt zu erleben und aus diesem Erlebnis einen neuen Stil zu bilden, es ist der Versuch gegen den allgemeinen Nihilismus der Werte eine neue Transzendenz zu setzen: die Transzendenz der schöpferischen Lust." (Bullet12 5)Bullet12  Die artistische Kunst ermöglicht die Rückkopplung auf jenen Zustand mystischer Partizipation, in dem das Ich sich als ursprünglich, prälogisch, akausal und doch im höchsten Selbstgefühl erfährt; es geht tief zurück "bis in jene Sphären, wo in der Totalität uralt die Sphinxe stehen, wo das Denken (...) in den dunklen Kreis organischer Belange tritt."(Bullet12 6) Bullet12 Hier findet das entwurzelte Bewußtsein sein Refugium, die künstlerische Setzung erhält identitätsstiftende Funktion. Bullet12 

Ein Wort, ein Satz-: aus Chiffern steigen
erkanntes Leben, jäher Sinn,
die Sonne steht, die Sphären schweigen
und alles ballt sich zu ihm hin.
Ein Wort - ein Glanz, ein Flug, ein Feuer
ein Flammenwurf, ein Sternenstrich-
und wieder Dunkel, ungeheuer,
im leeren Raum um Welt und Ich.

("Ein Wort")

Dem Wort eignet eine gewisse Magie, eine Assoziationskraft und Macht der Suggestion, die es vermag, so etwas wie Telos, wie originäre Erkenntnis aus sich heraus zu gebären. Das dichterische Wort ist Entwurf, ist Akt, dessen Unmittelbarkeit das entgegenstehende Objektive seiner ewigen, gleichförmigen Bewegung enthebt und sich selbst kosmische Größe gibt. Die Licht- und Raummetaphorik zeigt die gleichsam metaphysische Bedeutung an, die hier dem Wort zugewiesen wird. Durch seine punktuelle Konzentration entgrenzt es sich bis hin zur Umgreifung des Naturhaften. Dabei saugt es die Natur förmlich auf und übersteigt sie zugleich. Der Text artikuliert ein ästhetisches Credo, und er ist vor allem auch die poetische Verdichtung einer denkerischen Bemühung um den Charakter des Gedichts. Schon früh konstatiert Benn das eigentümliche, es zur "Chiffer" machende Wesen des Wortes, das sich für ihn am reinsten in der Nominalbildung ausspricht. Es ist, im Gedicht zu einer strengen Ordnung gefügt, Ausdruck eines Prinzips, das der "formfordernden Gewalt des Nichts"(Bullet12 7) Bullet12 gegenübertritt, sie als Form bricht und überwindet. Das Gesetz der Form verkörpert das eigentliche Sein, das Statische, Sich-Bewahrende.Bullet12 

Es ist zugleich das Gesetz der Kunst, und ihm fällt die Aufgabe zu, "alle Tragik des nihilistischen Erlebnisses überzuführen in die formalen und konstruktiven Kräfte des Geistes." (Bullet12 8) Bullet12 Doch am Ende erfolgt der Abbruch, ein plötzliches Innehalten - der Zauber ist gebannt, der schöpferische Akt vollendet und der Blick auf das Subjekt dieser Tätigkeit, das Ich, freigelegt. Es ist der letzte, nicht mehr hintergehbare, aber isolierte Begriff, der mit seiner Antithese, der Welt, in der Dunkelheit zurückbleibt, sobald der ästhetische, das Vakuum für Augenblicke erfüllende Vollzug des Wortes beschlossen ist. Eine Bindung zum Phänomen der Realität ist diesem Ich nur in einem künstlerischen Medium möglich. Ist die Genese der Form vollendet, stellt sich wieder die Konfrontation mit dem Nichts ein und die Abgefallenheit des Bewußtseins von den Dingen. Benn attestiert der modernen Dichtung einen monologischen Charakter, sie ist ihm eine stilisierte Weise des Selbstgesprächs. Im Gefüge der Worte steht das schöpferische Subjekt sich selbst gegenüber, es überträgt sich gleichsam auf sein im Gedicht objektiviertes Abbild und eröffnet "die Möglichkeit eines autonomen Ich, des lyrischen Ich als eines absoluten Subjekts." (Bullet12 9) Bullet12 

Dem lyrischen Ich als der ästhetischen Erweiterung des empirischen Bewußtseins kommt die Aufgabe zu, eigentliche Bestimmung des letzteren zu sein; in ihm, dem absoluten Subjekt des Gedichts, vollzieht sich der "Schritt aus Flüchtlingselend zu einem Stundengott" (Bullet12 10). Bullet12 Der in einem nihilistisch verseuchten Daseinsraum permanent drohende Selbstverlust wird durch einen Akt poetischer Übertragung, der dem so künstlerisch transformierten Ich seine dauernde und höchste Gewißheit gibt, behoben. Dies gelingt wiederum nur im Rahmen der von Benn für unaufhebbar befundenen existentiellen Antinomie: Bullet12 

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.

("Nur zwei Dinge")

Im dichterischen Ausdruck erhält das Ich seine Dauer. Es gerinnt zum schlechthin gesetzten Konstrukt, bleibt aber ebenso wie das personale Bewußtsein immer mit seiner Antithese behaftet. Zwar läßt sich durch das vermittelnde lyrische Ich eine Art Subjekt-Objekt-Beziehung herstellen, doch bleibt diese aufgrund der Tendenz, ein Außerhalb eher aufzulösen und auszugrenzen als es zu erreichen, problematisch. Zugleich soll das lyrische Ich auch Objektivation sein, die mittels Absolutheit der Formung paradigmatische Gültigkeit erlangt. Hinter dem Gedicht steht der "Phänotyp", die Summe der individuellen Wesenszüge. Der sich auf das Werk übertragende Phänotyp personifiziert das Bewußtsein einer Epoche, dem er im Gedicht repräsentativ zur Sprache verhilft, und beansprucht, sowohl das konkret-individuelle als auch das abstrakt-allgemeine Moment in sich zu befassen.

Die Bennsche Ästhetik balanciert zwischen Mitteilung und Monolog, zwischen idealischem Erlösungsdrang und radikaler Regression, sie zeigt Brüche und Ambivalenzen und spiegelt gerade darin wesentliche Charakteristika der Moderne. Letztendlich weist Benns Utopie einer ästhetischen Daseinsbewältigung nicht über ihn selbst hinaus. Weil er aber den bloßen Subjektivismus verschmäht hat, tun seine Gedichte es dennoch und artikulieren das Krisenbewußtsein des Jahrhunderts mit einer Intensität der Sprache, wie man sie nur bei wenigen Autoren der letzten Dekaden finden kann - auch dies ein Widerspruch. Doch Dichtung ist keine Philosophie - nur ist gute Dichtung, wenn sie den Horizont ihrer Zeit erreicht oder gar über ihn hinaustritt, auch nicht ohne sie.

* * *

Anmerkungen

1Bullet12  Gedichttexte sind wiedergegeben nach: Gottfried Benn. Sämtliche Werke, hrsg. von Gerhard Schuster, Band I, Stutgart 1986. Bullet12 back Bullet12 
2Bullet12  Vahland, Joachim: Gottfried Benn. Der unversöhnte Widerspruch, Heidelberg 1979, S. 124. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
3 Bullet12 vgl. etwa Braun, Herbert: Wandlungen des künstlerischen Ich bei Gottfried Benn. Untersuchungen zu einer inneren Biographie des Dichters, München 1963. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
4Bullet12  Benn, Probleme der Lyrik. In: Essays und Reden in der Fassung der Erstdrucke, hrsg. von Bruno Hillebrand, Frankfurt/M 1989, S. 510; sowie Nietzsche,F: Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik, Vorwort an Richard Wagner. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
5 Bullet12 Benn, Probleme der Lyrik, ebenda. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
6 Bullet12 Benn, Zur Problematik des Dichterischen. In: Essays und Reden, aaO., S. 92. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
7Bullet12  Benn, Epilog und lyrisches Ich. In: Prosa und Autobiographie in der Fassung der Erstdrucke, hrsg. von Bruno Hillebrand, Frankfurt/M 1984, S. 275. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
8 Bullet12 Benn, Nach dem Nihilismus. In: Essays und Reden, aaO., S. 212. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
9 Bullet12 Meister, Ulrich: Sprache und lyrisches Ich. Zur Phänomenologie des Dichterischen bei Gottfried Benn, Berlin 1983, S. 114. Bullet12 back Bullet12  Bullet12  Bullet12 
10 Bullet12  Benn, Zur Problematik des Dichterischen. In: Essays und Reden, aaO., S. 95. Bullet12 back Bullet12 



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