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eLearning & mp3s philosophisch.

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deleuze international.

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Sic-Film. Blog.

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aktuelle Beiträge.

Rezension: Der geheime Name Gottes

[Jochen Schwenk] Christian Robert Lange ist mit dem im Phillippp von Zabern Verlag in Mainz erschienenen historischen Roman „Der geheime Name Gottes“ etwas gelungen, was nur Wenigen und selten gelingt: Der Sprung vom wissenschaftlichen Arbeiten zum prosaischen Schreiben. Christian Lange – von Berufs wegen Islamwissenschaftler – folgt in seinem Roman den historischen Spuren Ibn Battutas, einem berberischen Gelehrten, der im 14. Jahrhundert die damalige islamische Welt bereiste.

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Die Pluralität der Vorstellungen vom Lebensende

[Petra Rogge] Dass es gute Todesarten für Narren und für Weise gibt, beklagt Montaigne im Dritten Buch seiner Essais und fordert dagegen solche ausfindig zu machen, die für die Menschen dazwischen geeignet sind. Schon hilfreich wäre hier die umsetzende Einsicht, dass dem finalen Moment in der Regel nicht nur viele entscheidende Augenblicke des Sterbens vorausgehen, sondern diese Momente zudem als plural beschaffen erfahren werden können. Hinzu den diversen Todesarten, den Erkrankungen und deren Vorgeschichten, mag dem Einzelnen der Schwächetod vielleicht sanft erscheinen oder der Gifttod quälend, das Lebensende durch eine Pneumonie bitter vorkommen oder durch einen hämorrhagischen Schock leicht. Wie jemand dann tatsächlich zu sterben vermag, kann im Fall wesentlich davon abhängen, welche Betrachtungsweisen, Vorstellungen oder Einstellungen die Betroffenen oder auch Begleitenden für sich an das Sterben anlegen (können sollten).

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Bilder vom Ausnahmezustand.

[Thomas Riegler] Krieg, Terror, Seuchen und die Attacke eines ‚Monsters’ – elementare Bedrohungen, die den Staat, die Gesellschaft und soziale Beziehungen zerfallen lassen – das sind die großen Themen des Hollywood-Überraschungshits Cloverfield (2007), des britischen Films 28 Weeks Later (2007) sowie des US-amerikanischen Indie Right At Your Door (2006). Diese Filme bringen exemplarisch einen zutiefst pessimistischen Gegenwartstrend im Kino zum Ausdruck: In Referenz zu aktuellen politischen Entwicklungen thematisieren hier Filmemacher eine Welt, die buchstäblich aus den Fugen gerät – und wie das System und vor allem die betroffenen Individuen in dieser alptraumhaften Situation ständiger Bedrohung agieren und reagieren.

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Zur tödlichen Strategie der Selbstmordattentäter

[christian buder] Der exzessive Tötungsrausch eines Attentäters entspricht dem traumatischen Grad, der nötig ist, um von der Informationsmaschinerie der Medien wahrgenommen zu werden. Erst durch die exzessive Tat und ihres In-Szene-Setzen wird die Tat zum traumatischen Ereignis für den „Anderen“. Amokläufer und Selbstmordattentäter mit terroristischem Hintergrund mögen sich in ihrer psychologischen Motivationsstruktur unterscheiden, beiden ist gemeinsam, dass sie versuchen durch ihre Tat in die mediale Öffentlichkeit vorzudringen.

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paradise - paradise

[ausstellung aundv leipzig] Paradise - Paradise
Farbfotografien, Zeichnungen u.a.     mehr...

‚Bio’ – Zwischen Konsumismus und Askese

[Jens Hälterlein] Die Bio-Branche vollzieht zurzeit eine Entwicklung, die den ursprünglichen Zielen der Öko- und Alternativbewegung widerspricht. In der Auseinandersetzung zwischen den Prinzipien „Bio für alle“ und „Klasse statt Masse“ spiegelt sich der Gegensatz von Massenproduktion und nachhaltigem Wirtschaften. Zugleich stehen sich hier eine Ethik des Konsumismus und eine Ethik der Konsumaskese gegenüber. Anstatt mit den Funktionserfordernissen der Konsumgesellschaft in Konflikt zu geraten, ist der Individualismus der 1970er Jahre heute zu einer Produktivkraft auf erweiterter Stufenleiter geworden.

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Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik. Über die Aporie der Mehrheitsgesellschaft. Eine Streitschrift.

[Ahmet Terkivatan] Seit dem Beginn der arbeitsmarktpolitisch begründeten Migration in den 60er Jahren wurde und wird Politik und Integrationspolitik für Migrantinnen und Migranten gemacht, aber nicht mit ihnen. Offensichtlich ist bereits aus diesem Grund die Mehrheitsgesellschaft mit ihrer Politik für Migrantinnen und Migranten gescheitert. Von wem sind eigentlich die entscheidenden politischen Schlüsselpositionen auf Bundes- und Landesebene besetzt, und zwar quer durch alle Parteien? Im deutschen Bundestag (16. Legislaturperiode) gibt es bei 614 Abgeordneten gerade 8 mit Migrationshintergrund. Wieso sind Migranten nicht entsprechend ihres Bevölkerungsanteils und ihrer politischen Erfahrung und Qualifikation hinreichend im Parlament vertreten? Sollten tatsächlich hauptsächlich deutsche Abgeordnete die Interessen von Migrantinnen und Migranten vertreten?

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Facing Tragedy: Untergangs- und Erlösungsszenarien in 'The Siege', 'War of the Worlds' und 'Children of Men'. (Update)

[Thomas Riegler] Terrorismus, der Bürgerkrieg im „Inneren“, die Auflösung gesellschaftlicher Strukturen, Rassismus, Paranoia, Panepidemien – seit Ende der 1990er Jahre thematisiert Hollywood verstärkt „dunkle“ Szenarien, die ganz bewusst Rekurs auf aktuelle Problemfelder nehmen. Anhand drei prägnanter Beispiele – einem ‚realistischen’ Thriller („The Siege“, 1998), einem Science Fiction-Szenario („War of the Worlds“, 2005) und einer biologistischen Zukunftsvision („Children of Men“, 2006) – soll nachgezeichnet werden, in welcher Form diese außergewöhnlichen Bedrohungen, katastrophale Zwischenfälle, ‚Tragödien’ dargestellt werden, insb. welche Bewältigungsmechanismen und Lösungsansätze angeboten werden.

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Hinweis: Flexibilisierung und Prekarität.

[projekt flexprek] Flexibilität gehört heute zu den (vermeintlich) selbstverständlichen Notwendigkeiten der Arbeitswelt. Unternehmen müssen sich beständig ihren Märkten anpassen und die Beschäftigten ihren Unternehmen. Der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse an der Gesamtbeschäftigung wird kleiner. Neue Beschäftigungsformen wie z.B. Zeitarbeit weisen zweistellige Wachstumsraten auf. Die Befristung zumindest des ersten Arbeitsvertrages scheint normal. Die Unternehmen fordern weitere Spielräume für den flexiblen Einsatz von Arbeit, um im Wettbewerb bestehen zu können. Erst allmählich rücken Fragen in den Fokus der Öffentlichkeit, ob problematische Folgen aus den flexiblen Arbeits- und Beschäftigungsformen erwachsen und welche Grenzen einer flexiblen Arbeitswelt möglicherweise zu setzen sind.

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(Fast) Live. Zur Dekonstruktion medialer Gleichzeitigkeit

[Guido Isekenmeier] Das Fernsehen gilt weithin als Live-Medium. Aus theoretischer Sicht ist jedoch darauf zu bestehen, dass es stets nur fast live ist. Mit Derridas Sprechakttheorie des (Medien-) Ereignisses und Eschs Rhetorik der (televisuellen) Temporalität werden zwei Modelle vorgestellt, die ein Fern-Sehen ausgehend von der unhintergehbaren Verspätung seiner Bilder entwerfen, und es von einer Sichtweise abgrenzen, der Television als Medium der Gleichzeitigkeit gilt.

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John Rawls: Lectures on the History of Political Philosophy

[Andreas Corcaci] Die posthum erschienenen „Lectures on the History of Political Philosophy“ fassen eine Reihe von Manuskripten zusammen, die John Rawls im Laufe seiner Lehrtätigkeit an der Universität Harvard zu Hobbes, Locke, Hume, Rousseau, Mill und Marx anfertigte. Damit ist – lässt man Marx außen vor – eine Gegenüberstellung zwischen kontraktualistischen sowie utilitaristischen Autoren zu beobachten, die Rawls auf zentrale philosophische Ideen hin untersucht. Er wahrt dabei stets den Bezug zu seiner eigenen liberalistischen Gerechtigkeitstheorie und folgt somit einem narrow focus, der die Rawlssche Lesart bis zum Ende kennzeichnet. Als wegweisendem Autor der Vertragstheorie kommt Rousseaus demokratietheoretischem Werk eine entscheidende Bedeutung zu, weshalb sich die Rezension inhaltlich auf dessen Kapitel konzentriert. Insbesondere wird hierbei der Frage nach einer Vereinbarkeit des „Discours sur l’inégalité“ mit dem „Contrat Social“ nachgegangen, was auch ein Hauptanliegen von Rawls darstellt.

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Sic et Non. Ausgabe #9. 2008.


Guido Isekenmeier: (Fast) Live. Zur Dekonstruktion medialer Gleichzeitigkeit

Petra Rogge: Aufklärung oder Propaganda? Die mediale Vermittlung medizinischen Wissens in (medizin-)ethischer Hinsicht

Rüdiger Zill: Modell Metapher - Zur Genese philosophischer Theorien

Andreas Woyke: Kritische Überlegungen zum Verhältnis zwischen Naturerkenntnis und Naturbeherrschung in Anlehnung an Friedrich Nietzsche.

Helmut Pape: Das visuelle Handeln und die Kostbarkeit des Sichtbaren. Eine Apologie des Visuellen.

Klaus Peter Müller: Temporale Spielräume. Zur Idee des Fortschritts.

Andreas Hetzel: Tagungsbericht: Summer-University „Le differend politique“

Bettina Engels: "Au clair de la lune" (Film-Besprechung)

Christian Schröder: Slum City. Mike Davis: Planet der Slums. (Rezension)

Petra Rogge: Knowing how? Ethische Fragen an den Umgang mit Stillgeburten im medizinischen Alltag


ISSN 1431-2395 (online)
(c) 2008 Sic et Non, Darmstadt

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