Zum Tod von Baudrillard. Jenseits des Realitätsprinzips.

Samuel Strehle

Abstract


Wie einst Nietzsche, erblickt auch Baudrillard im Nihilismus die treffendste Formel der Gegenwart. Nur so kann er in den Selbstmordattentaten vom 11. September eine groteske Faszination entdecken, ohne die Schreckenstaten der Terroristen deshalb bereits gut zu heißen. Sie haben, so Baudrillard, die Logik des Systems gegen das System selbst gewandt, haben es durch die Gabe des Todes selbst in den Tod gestürzt und so seinen Niedergang beschleunigt. Das System muss sich gegen die Bedrohung wehren. Aber da die Bedrohung nicht von außen kommt wie im klassischen Krieg, sondern dezentral ist und sich jedem Zugriff entzieht, bleiben letztlich alle Versuche, die Terroristen zu besiegen, zwecklos.


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