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When Species Me...

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aktuelle Beiträge.

Samuel Beckett: He, Joe, Quadrat I und II, Nacht und Träume, Geister-Trio. DVD mit einem Essay von Gilles Deleuze. (Rezension)

[Willi Huntemann] Die DVD macht erstmals die zwischen 1966 und 1985 beim Süddeutschen Rundfunk entstandenen Fernseharbeiten von Samuel Beckett zugänglich. Beigegeben ist ein Booklet mit dem Essay Erschöpft von Gilles Deleuze von 1992. Der französische Philosoph entwickelt darin eine philosophische Interpretation, die in Absetzung von geläufigen hermeneutischen Entschlüsselungen den poetologischen Kern der Fernsehspiele in der Befreiung sowohl von der kombinatorisch-rationalen Wortsprache als auch von den Geschichten wachrufenden Stimmen der Erinnerung sieht. Diese Befreiung erfolgt in der Imagination des reinen „Bildes“.

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Dietmar Dath: Maschinenwinter (Rezension)

[Thomas Doerfler] Vorderstes Interesse von Dath ist es, die letzten Verstaubtheiten des (alten) linken Denkens »ante 1989« hinwegzufegen, um Platz für das Neue zu machen: dem technisch durchgeplanten Sozialismus auf Basis der entfesselten, nicht ideologisch gebannten Maschinen.

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Popper neu lesen oder Der Streit um des Esels Schatten.

[Hans-Joachim Niemann] Allzu leicht ist es, einen großen Denker misszuverstehen, wenn man für seine Definitionen und Begriffe Exaktheit und Vollständigkeit einklagt. Ich empfehle, sich von entsprechenden Kritikern nicht darin stören zu lassen, Popper so zu lesen, dass er einen fruchtbaren Lesegewinn bringt. Lieber das äußerst geringe Risiko eingehen, wertvolle Gedanken in einen Text hineinzulesen, als der großen Versuchung nachzugeben, Fehler herauszulesen, die mit ein bisschen Analytik und Logik auf billige Weise immer zu haben sind.

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Kritik am metaphysischen Realismus

[Ahmet Terkivatan] Ausgehend von der Nichtigkeit einer essentialistischen Bestimmung der Welt im Sinne eines metaphysischen Realismus besteht das Hauptziel der folgenden Arbeit in der Begründung der (sinnkritischen) „ontologischen“ These, dass es eine unabhängig von uns existierende, aber uns nichts vorschreibende Welt gibt (ontologische Unabhängigkeitsthese): Die Frage nach der Realität der Außenwelt kann, aber muss nicht ausgeklammert werden, weshalb eine Konzeptualisierung der Erkenntnistheorie in Abhängigkeit einer Ontologie unausweichlich ist. Denn wir gehen immer schon eine ontologische Verpflichtung ein, wenn wir denken, urteilen oder sprechen. Im Kantischen Sinne ist es unumgänglich, jedwedes Objekt unseres Denkens als vorgegeben anzunehmen, ohne der Auffassung zu sein, dass es ein „reines Gegebenes“ gäbe oder dieses Vorgegebene bereits Erkenntnis sei („Mythos des Gegebenen“). Selbst ein Zeichen ist immer ein Zeichen von etwas, was wir nicht selbst geschaffen haben und was uns vorgegeben ist. Da die Ablehnung der Annahme einer „externen Realität“ vielfach einer kritischen bzw. undifferenzierten Auseinandersetzung mit dem metaphysischen Realismus geschuldet ist, wird zunächst auf den metaphysischen Realismus eingegangen. Es wird zu sehen sein, dass die Ablehnung des metaphysischen Realismus nicht eo ipso eine Ablehnung einer externen Realität bedeutet und bedeuten kann.

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Zur Subversion der Bildung bei Foucault und Koneffke

[Inge Kurz] Die beiden auf den ersten Blick sehr unterschiedlich scheinenden Denkansätze des Bildungstheoretikers Gernot Koneffke einerseits und des französischen Denkers Michel Foucault andererseits werden im vorliegenden Text mit Bezug auf das Verhältnis von Bildung und Subversion zusammengebracht, ohne miteinander verschmolzen zu werden.

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Bergsons Suche nach der verlorenen Zeit

[Klaus Peter Müller] Henri Bergson denkt eine Form des temporalen Komparativs, der verborgen sein soll und den es gilt zu entdecken. Die Philosophie wird zum Wegweiser, zu einem Übergang, der zur wahren Zeit führen soll. Die Philosophie als methodische 'Suche nach der verlorenen Zeit', das ist nach ihm - in Anspielung auf den Roman von Proust - ein Ansatz, den vorher noch niemand versucht hat.

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Rezension: Stephan Moebius: Kultur

[Jochen Schwenk] Mit der in der Reihe „Einsichten“ des transcript-Verlags erschienen Monografie „Kultur“ von Stephan Moebius liegt ein Überblicksband vor, der versucht die derweil entstandenen und teilweise disparat anmutenden Forschungsstränge in den Sozialwissenschaften unter dem Titel „Kultur“ zusammenzuführen.
Moebius verortet seinen Band im Horizont des „Cultural Turn“, also im Rahmen eines Wandlungsprozesses innerhalb der sozialwissenschaftlichen Forschungslandschaft, den er mit den folgenden Worten beschreibt: „Alles in allem erlangt das Kulturelle als Erklärung sozialer Prozesse zurzeit immer mehr Einfluss“ (8).

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Scientific-Technical and Normative Foundations of the New Man

[Richard Saage] The collapse of the Soviet-style regimes in Europe led some to claim the "end of the utopian age", a topic that dominated public opinion at the beginning of the 1990s. Since the beginning of the twenty-first century, the public has been confronted by a new challenge, one that is associated with the rise of the nano-, bio-, computer, and neurosciences and of brain research and the technologies that these have brought about. At issue is no longer the competition between two systems, namely between the allegedly "utopian" communist planned economies and the constitutional type of society embodied by Western democracies with their neoliberal claim to global applicability. At issue is the vision of a new man that is supposed to result from the interaction of these new primary sciences. The aim of this article is not just to reveal the roots of the term "new man" in the utopian tradition. It also discusses the differences in the most recent variant of meaning as well as the anthropological and ethical problems which follow from the vision of a technically enhanced new man.

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Rezension: Ian Buruma / Avishai Margalit: Okzidentalismus

[Ulrich Arnswald] Buruma und Margalit haben ihr Buch Okzidentalismus als Gegenstück zu Edward Saids Buch Orientalismus konzipiert, der einst mit seinem Standardwerk der Postkolonialismusforschung aufzeigte, wie der europäische Imperialismus den Orient kulturell erst projektiert hat. Dem stereotypen Bild des Orients im Westen entspräche ein ebenso vorgerastertes Bild des Abendlandes im Orient. Das Buch kehrt den Blick um, auch wenn sich das Phänomen des Okzidentalismus geographisch nicht eindeutig festlegen lässt. Die Autoren definieren Okzidentalismus als den blinden Hass gegen die Errungenschaften liberaler Gesellschaften, für dessen Motive auch westliche Intellektuelle bis zum heutigen Tag Sympathie hegen. Das Buch zielt darauf ab, die allgemeine Verdachtshaltung gegenüber dem Westen zu untersuchen, die Antriebskräfte des Okzidentalismus zu verstehen, aber auch die zahlreichen historischen Spuren anti-westlichen Denkens dingfest zu machen. Die Hauptthese lautet, dass der derzeitige Kampf des Islamismus gegen den Westen seine Ursprünge im Westen selbst hat.

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Tropa de Elite: Wenn Polizisten in den Krieg ziehen.

[Thomas Riegler] Tropa de Elite fokussiert nicht die Lebenswelt der Slumbewohner und Kleinkriminellen, sondern rückt die Gegenseite ins Bild: die paramilitärische Spezialeinheit der brasilianischen Polizei BOPE. Einsatzgebiet dieser schwarz uniformierten Elitepolizisten sind die Favelas von Rio de Janeiro. In diesem urbanen ‚Dschungel’ führt die im Häuserkampf trainierte Einheit einen regelrechten Krieg.
 In vielerlei Hinsicht geht die Polizeigewalt in Rio längst über reine Kriminalitätsbekämpfung hinaus und hat militärischen Charakter angenommen.

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Von Überraschungsmomenten und Lernprozessen in der 'Cultural Theory'.

[Andreas Metzner-Szigeth] In
 der
 'cultural
 theory'
 (Thompson/Ellis/Wildavsky
)
 gibt
 es
 durchaus 
Ansatzpunkte 
für
 eine 
'realistische' 
Rückbindung
 kulturkonstruktivistischen
 Denkens.
 Diese
 finden
 sich
 einerseits
 in
 Verbindung
 mit
 den
 deskriptiven
 und
 präskriptiven
 Funktionen
 soziokultureller
 Konstruktionen.
 Zum
 anderen
 überrascht
 auch
 ihre
 Erklärung
 kulturellen
 Wandels,
 insofern sie auf das Moment erwartungsenttäuschender 
Ereignisse 
rekurriert.


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Rezension: Konsumgesellschaft

[Jens Hälterlein] Christian Kleinschmidt bietet auf weniger als 200 Seiten einen kenntnisreichen und gut lesbaren Überblick über die Geschichte des Konsums in Deutschland. Neben sozialstrukturellen Faktoren, statistischen Daten und Werbestrategien wird vor allem die strukturierende Wirkung der staatlichen Konsumpolitik behandelt. Das Buch verdeutlicht: Ohne die normierende Rolle des Staates lässt sich die Geschichte der Konsumgesellschaft nicht verstehen.

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Sic et Non. Ausgabe #10. 2008.



ISSN 1431-2395 (online)
(c) 2008 Sic et Non, Darmstadt

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