Buchtip.

book cover
Visionen der Na...
book cover
When Species Me...

deleuze international.

http://www.sicetnon.org/index.php?module=PostWrap&page=http://deleuze.tausendplateaus.de/&height=1000&width=820
aktuelle Beiträge.

vereinfachen, fälschen, vergessen - Operationen des Erkennens bei Proust und Luhmann

[Paul Gourgai] Stellt man Befunden der Systemtheorie von Niklas Luhmann Einsichten der ‚Recherche’ von Marcel Proust gegenüber, so eröffnen sich Dialoge komplementärer Aussagen, die darauf hindeuten, dass Prousts Einsichten mit Erkenntnissen der soziologischen Erkenntnistheorie Luhmanns korrespondieren. In Prousts Vorstellung sind ‚Vereinfachungen’ und ‚Fälschungen’ nichts weiter als Prämissen des Erkenntnisprozesses der »denkenden Hirne«, während in Luhmanns Konzeption die Reduktion von Komplexität auf Basis des Vergessens die »Bewusstseinssysteme« überhaupt erst in die Lage versetzt, ihre Funktion zu erhalten. Jenseits jeder vordergründigen Ethik verständigen sich die beiden Ansätze darauf, dass es keinen fixen Punkt geben kann, von dem aus beobachtet werden kann, sondern dass alles Erzählen immer nur von beweglichen Gesichtspunkten auf bewegliche Ziele gerichtet ist.

     mehr...
Rationality and Freedom - Schelling's later Philosophy

[Malte Dominik Krüger] With Schelling’s later philosophy the rationality in German idealism bids farewell to its fantasy of almightiness. The rationality fails in the attempt of its ultimate justification. In the reality of an absolute ground it cannot assure itself of its own reality. The rationality realises that it is being related to an absolute, but its reality as creative freedom withdraws itself from the conceptualising striving of the rationality (negative philosophy). However, the possibility of this rationally ungraspable reality, as understood by the rationality, liberates to create theoretically a not enforceable change of perspective (religion), which is nonetheless not to be denounced as irrational. Afterwards, the “unlocked” rationality is able to diagnose the world in the horizon of the creative freedom of the absolute (positive philosophy).

     mehr...
Fremderfahrung im Sport

[Petra Rogge] Es ist nicht Alea, die Spielerische, die auf den Bühnen des Sports eine prägnante Rolle bekommt, es ist der in Höchstmaßen punktende Agon. Eine zu erprobende Variante wäre etwa die Besetzung des sportiven Stücks mit zwei starken Hauptrollen: Agon darf als wetteifernder Hagestolz so bleiben wie er ist. Ihm wird Alea, die frei lassend Spielerische an die Seite gestellt.

     mehr...
was heißt deleuzianisch? Zur Aktualität von Gilles Deleuze.

[Réne Steininger] Wenn es stimmt, dass jedes Kunstwerk eine Gefahr in sich birgt, so ist nicht einzusehen, wie man dieses Wagnis eingehen und sich gleichzeitig seine „Lebensqualität erhöhen“ kann. Die des Konsumenten erhöht es zweifellos. Aber Rimbaud auf gut dotierter Lesetour, Kafka bei Kipferl und Kaffee in der Villa Massimo, Nietzsche im angeregten Plausch mit dem Kulturredakteur der FAZ? Unausgesprochenes Ziel ist eine Art Wellnessphilosophie, die keine höhere Form der Auflehnung mehr kennt, geschweige denn proklamieren darf als diejenige der Ironie - von der David Foster Wallace einmal treffend gesagt hat, dass sie das Lied eines Vogels sei, der seinen Käfig liebt.

     mehr...
Historische und systematische Überlegungen zum neuzeitlichen Fortschrittsparadigma und seiner Restitution angesichts aktueller technologischer Visionen

[Andreas Woyke] Die Vorstellung eines universellen Fortschritts, innerhalb dessen sich einzelne wissenschaftlich-technologische und gesellschaftlich-politische Fortschritte weitgehend überlagern, hat ihre wesentlichen Wurzeln in den programmatischen Methodologien Bacons und Descartes und in der aufklärerischen Idee einer teleologisch verstandenen Universalgeschichte. Insbesondere wichtige Ausprägungen eines geschichtsphilosophisch verstandenen Fortschritts in den Varianten „technomorpher“ Orientierung bei Condorcet und Comte und „anthropomorpher“ Orientierung bei Kant und Hegel werden einer näheren Betrachtung unterzogen. Jenseits rein optimistischer und pessimistischer Akzentuierungen geht es um eine differenzierende Antwort auf die Frage, inwieweit wir im Blick auf unsere Gegenwart tatsächliche Fortschritte konstatieren können. Abschließend wird eine kritische Beurteilung der Restitution des neuzeitlichen Fortschrittsparadigmas angesichts aktueller technologischer Visionen unternommen.

     mehr...
Luciano Canfora: Eine kurze Geschichte der Demokratie

[Kevin Zdiara] Canfora unternimmt in seinem Buch ‚Eine kleine Geschichte der Demokratie’ den Versuch, die Entwicklung der europäischen Demokratie als eine Geschichte der Klassenkämpfe zu beschreiben. In einer historischen tour de force führt Canfora den Leser an die Orte und Zeitpunkte, die ihm für die Entwicklung der Demokratie zentral und entscheidend erscheinen. Vor allem die Wendepunkte der europäischen Geschichte – 1789, 1871, 1917 – stehen bei ihm im Zentrum. Letztlich erfolgreich kann das demokratische Modell nur sein, so Canfora, wenn alle in und an ihm beteiligt sind.

     mehr...
Sic et Non. Ausgabe #11. 2008.


Klaus Peter Müller: Bergsons Suche nach der verlorenen Zeit

Andreas Metzner-Szigeth: Von Überraschungsmomenten und Lernprozessen in der 'Cultural Theory'.

Jens Hälterlein: Rezension: Konsumgesellschaft.

Kevin Zdiara: Luciano Canfora: Eine kurze Geschichte der Demokratie (Rezension)

Thomas Riegler: Tropa de Elite: Wenn Polizisten in den Krieg ziehen.

Ulrich Arnswald: Rezension: Ian Buruma / Avishai Margalit: Okzidentalismus.

Jochen Schwenk: Rezension: Stephan Moebius: Kultur.

Ahmet Terkivatan: Kritik am metaphysischen Realismus.

Willi Huntemann: Samuel Beckett DVD mit einem Essay von Gilles Deleuze. (Rezension)

Hans-Joachim Niemann: Popper neu lesen oder Der Streit um des Esels Schatten.

Jens Haelterlein: Rezension: Ruffing, Reiner - Michel Foucault.

Réne Steininger:
was heißt deleuzianisch? Zur Aktualität von Gilles Deleuze.

Inge Kurz:
Zur Subversion der Bildung bei Foucault und Koneffke.


ISSN 1431-2395 (online)
(c) 2009 Sic et Non, Darmstadt

     mehr...
Sic et Non. Ausgabe #10. 2008.



ISSN 1431-2395 (online)
(c) 2008 Sic et Non, Darmstadt

     mehr...